Erste Etappe: Wien - San Daniele ca. 470 km, fast alles Autobahn und im Kanaltal war es saukalt. Wir wollten nach Italien und das österreichische Wetter hinter uns lassen.

Zweite Etappe: San Daniele – Chiogga über Mirano (Familie besuchen) ca. 185 km Bundesstraße, Chiogga ist eine wunderbare Stadt, ähnlich wie Venedig, nur nicht so clean und schön bunt und mit Verkehr und vielen Einheimischen, die dort unterwegs sind – einen oder mehrere Besuche wert! Tipp: Hotel Caldin’s, einfach, problemlos, liebe Leut, kein Frühstück, 60 € für zwei Personen und liegt wunderbar!

Dritte Etappe: Chiogga – Castiglione del Lago in Umbrien, ca. 300 km, über Ravenna (Emilia-Romagna), hüfe, das muss man umfahren, obwohl das Zentrum eh ok ist, aber es ist mörderisch viel los verkehrsmäßig und das brauch ich gar nicht, weil dann fällt das Moped um. Alles Bundesstraße. Castiglione del Lago liegt am viertgrößten See Italiens, am Trasimenischen See. Sehr schöner Ort mit Blick auf den See – Tipp: Hotel Aganoor, liebe Leute, sehr schöne Zimmer, und das Restaurant „La Cantina“, welches in keiner Weise einem Keller gleicht, gehört auch dazu – super gutes Essen!

Vierte Etappe: Castiglione del Lago – Napoli, ca. 370 km, Bundesstraße und viel Autobahn, wetterbedingt, wir wollten nicht in den Regen, darum volle Post und um 20 Uhr ging die Fähre nach Palermo. Wir waren um 18 Uhr dort und „due minuti“ bedeutet bei der Fähre, mit LKW’s, PKW’s, einem Motorrad und einen Roller beladen, eine gute dreiviertel Stunde – wir stießen auch noch auf „uno minuto“ und beim Zurückfahren auf „un‘oretta“, was so viel wie eine kleine Stunde bedeutet, quasi eine dreiviertel Stunde, die wir in Palermo bei der Fähre sein sollten. Hier meine erste Begegnung mit einem neapolitanischen Autofahrer. Die haben die Angewohnheit, egal was vor ihnen fährt, keinen Abstand zu lassen, und wenn ich schreib keinen, dann mein ich keinen. Der fährt auf wie ein Narr, fährt vorbei und 10 Meter weiter, nach dem Überholen, dem vorderen wieder voll auf, nur da kam er nicht vorbei und so fahren die dann mit 50 cm Abstand und 20 km/h zur Fähre :) Und das machen dort alle so haben wir an den Autos gesehen. Bei der Rückreise waren wir zwei Stunden in Neapel unterwegs und dort schauen die Autos auch dementsprechend aus! Keins ohne Beule und Schrammen und wenn man mal ein neues Auto sieht, ohne Beulen, dann ist die Scheibe engeschlagen und das Autoradio und alles geklaut.

Übler Seegang bei der Überfahrt – die ganze Überfahrt lang, da kommen Gedanken auf! Ob man im Notfall zum Bullauge rausklettern könnte… Alle paar Minuten klatscht eine Welle mit lautem Wummern an das Schiff und schaukelt uns fast aus dem Bett raus. Und wir wissen jetzt auch, wieso da auf so einer Fähre zwischen intern und extern unterschieden wird. Intern schläft man längs der Fähre, extern quer. Keine Ahnung, ob intern besser ist, wir schliefen immer extern, möglicherweise wegen dem Bullauge.

Fünfte Etappe: Palermo – San Vito lo capo, nichts wie raus aus Palermo und in Mondello, ein super lieber Ort, gefrühstückt. Bundesstraße nach San Vito lo capo 110 km. Pause in Castellamare del Golfo, gleich eine ordentliche Pause, am Hafen, lieb, alle sind dort, es geht zu wie sau, Autos hin und her, wozu auch immer, die meisten kennen sich, bussln, reden, sitzen im Schatten!, nur wir Touris erfreuen uns der Sonne, Bier und „Spritz“ (Aperol). Boote werden zu Wasser gelassen und aus dem Wasser geholt, von dem dort scheinbar einzigen Unternehmen. „la Giuseppina“ wurde, frisch gestrichen, zu Wasser gelassen.

Mittelteil Kletterkurs: 20 Menschen unterschiedlichster Kenntnisse bekletterten hinter dem Campingplatz „el Bahira“ die Wände, von Sonntag bis Freitag. Super Klettergebiet, Fels scharf wie Messer, reinfliegen möchte ich da in nix und niemals, Artischockenzeit ist quasi im Auslaufen dort, wir haben versucht die Leitung und Teilnehmer von in Weißwein gedünsteten Artischocken zu überzeugen, was uns teilweise auch gelungen ist – dort kosten 10 Artischocken 4 €! Am sympathischsten war der Gemüsehändler, der aber auch alles andere hat, nach der zweiten Tankstelle die zweite Gasse rechts rein, der hat uns gleich auch Kochrezepte mitgegeben. Nach dem dort der Spargel aber recht dünnlich und bitter ist, war sein Rezept den in Öl gebratenen Spargel mit Eiern zu überbraten, nicht ganz das Unsere. Was auf alle Fälle wieder mal ganz klar wurde ist, dass man mit den Menschen reden muss, egal wie!

Der größere von den beiden Supermärkten dort hat Wurst, Schinken und Käse im Repertoire, da kommt kein Riesensupermarkt bei uns mit – mjam!

Wetter windig, bewölkt, aber meist sonnig, am Abend 5 Grad, unter Tag 10 bis 20, bei Windstille ist es bei Sonne am Fels heiß, sehr heiß – also von allem etwas.

Zum Kurs selber: kletterkurse.net – Monika, Karin – super! Karin lässt klettern bis die Finger bluten, also bei uns glaub ich war das bis 6b (zumindest bei mir) , und die Monika ist immer die letzte die den Kletterort verlässt, sie hat auch einiges zu erzählen (technisches) :)

DANKE!

Abreise: schade, ich wäre noch gerne ein oder zwei Wochen geblieben – aber Arbeit, Geld usw. ... An Ausdehnung wurde schon gedacht und wird gearbeitet!

Runde an der Küste entlang, Da kann man mit seinem Motorhome, zumindest zu dieser Zeit, stehenbleiben und wohnen. Sehr schön. Zelteln ist dort auch nirgends ein Problem, zumindest nicht an der Küste. Ich hab keine Ahnung wie es dort zur Hauptsaison zugeht muss ich gestehen! Also jederzeit wieder, wenn nicht was anderes dazwischen kommt :)

Monte Monaco – Mehrseillängen :)

San Vito lo capo – Palermo also. Bundesstraße zurück, kultureller Kurzprogramm in Segesta, ein antiker Tempel, Riesenagaven (Foto)! und Renngurke.

20:15 (un’oretta prima) Fähre nach Napoli (extern), quasi kein Wellengang

Das war jetzt die Etappe :) ca. 130 km oder so …

6:30 Napoli, draußen aus der Fähre, ist man erst immer eine Stunde später. Zwei Stunden in Napoli herumgegörkt. von arm bis reich alles vorhanden. Kleine Gassl, Wäsche vor die Fenster gehängt, unerwartete Sackgassen, Villen und Autobahnbrücken auf und ab. Ein Neapolitaner, der in Garmisch garbeitet, meinte, dass die Neapolitaner (verallgemeinert) keinen Respekt voreinander haben, darum klescht dort jeder in jeden und jede mit dem Auto. *kA

Napoli – Cassino. 98 km, Bundesstraße, Agriturismo „La Selva“, Selva bedeutet scheinbar auch Wald oder Wäldchen, welches mal da war. Ostermontag, ganz Italien geht essen. Menü: Käse, Wurst, Zeugs – sehr gut. Primo piatto waren doppelte Nudeln J mit Ragout (aus Kalb glaub ich), und Lasagne, keine Ahnung was da drin war, es zerfloss und schmeckte nach Pilzen, mit hauchdünnem Käse gratin! Grappa war ok, zwischendurch. Also vor dem Hauptgang, ein feiner Schweinsbraten mit Erdäpfeln, nach dem Hauptgang und natürlich nach dem Dessert wieder :) Da braucht man dann leicht 4 h zum Mittagessen.  Deshalb fahren wir an dem Tag nirgendwo mehr hin und schlafen gleich dort. Abendessen brauchen wir an dem Tag keins mehr ;-)

Etappe: Cassino – Castiglione del lago :), um Rom herum, über Avezzano, Rieti, Terni, 280 km Bundesstraße durch die Berge. Die sind überraschend hoch. 2 Gipfel um die 3000 m. die dichten, nebligen Wolken bringen Schneeflocken, die um uns rum wirbeln. Es ist richtig kalt und ein Stop in einer Bar mit Cafe coretto wärmt angenehm von innen und aussen.

Etappe: Castiglione del lago - Chioggia :), 300 km Bundesstraße. Wir wählen kleine, kurvige Bergsträßchen, die uns über San Leo hinüber an die Adriaküste bringen. San Leo ist ein kleines Dorf auf einem Bergrücken mit einer gewaltigen Festung. Von dort hat man einen wunderbaren Blick nach San Marino und bis zum Meer.

Etappe: Chioggia – Faak am See, über Mirano (Familie besuchen), ca. 300 km. In Chioggia ist ein großer Markt über den wir schlendern. Es gibt alles was man braucht und nicht braucht: Kleidung, Gummistiefel, Taschen und Hüte, Wurst und Käse, Geschirr, Bürsten und mehr. Über Gorizia durchs schöne Socatal. Da der Passo Predil nach Tarvisio noch gesperrt war nahmen wir den Vršič-Pass (Werschitz-Pass) nach Kransjka Gora. Slowenien von dieser Seite kannte ich noch nicht und wow!!! Der Weg ist super schön und die Bremsen glühen am Pass, Landschaft einzigartig.

Etappe: Heim, Faak am See – Wien, 380 km, zuerst durchs Rosental bis Klagenfurt und ab dann Autobahn. Beim Tankstop am Packsattel stellten wir fest, dass die Kofferhalterungen teilweise gebrochen waren. Fachmännisch mit Draht repariert :D